Sel. Rupert Mayer

Gedenktag am 3. November

Rupert Mayer, 1876 in Stuttgart geboren, Priester der Diözese Rottenburg, wurde 1900 Jesuit. Seit 1912 lebte und wirkte er in München als Großstadtseelsorger. Im Ersten Weltkrieg Divisionspfarrer, verausgabte er sich völlig auf den Schlachtfeldern in den Vogesen, in Galizien und an der Somme. Er war der erste Feldgeistliche, der mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde. Gegen den Nationalsozialismus erhob Mayer schon früh seine Stimme. 1937 zum ersten Mal verhaftet, saß er sechs Monate in der Strafanstalt in Landsberg ein. Er predigte jedoch unerschrocken weiter. Am 23. Dezember 1939 wurde er in das Konzentrationslager Sachsenhausen überführt, wo er sieben Monate in Isolierungshaft leben mußte. Schließlich, als sein Gesundheitszustand den Tod befürchten ließ, wurde er zur „Klosterhaft“ unter Predigtverbot der Benediktiner-Abtei Ettal übergeben, wo ihn amerikanische Truppen befreiten. Völlig erschöpft starb er an Allerheiligen 1945. Seit 1948 befindet sich seine Grabstätte in der Unterkirche der Bürgersaalkirche in München. 1987 wurde P. Rupert Mayer seliggesprochen.

Schrifttexte: Lesung: Weis 3,1-9; Evangelium: Mt 10,28-33