Sel. Bernhard Lichtenberg

Gedenktag am 5. November

Bernhard Lichtenberg, 1875 im niederschlesischen Ohlau geboren, 1899 in Breslau zum Priester geweiht, wurde 1900 als Neupriester nach Berlin versetzt und war bis 1913 Pfarrer der Herz-Jesu-Gemeinde in Berlin-Charlottenburg. 1928 zum Dompropst in Berlin ernannt, wurde er 1932 Dompfarrer von St. Hedwig. Im Dezember 1935 richtete der Dompfarrer an sein „Pfarrkind“, den katholischen Reichskanzler Adolf Hitler, einen Beschwerdebrief. In der Reichspogromnacht bezeichnete Lichtenberg er laut Zeitzeugenberichte in den Fürbitten die Synagogen als Gotteshäuser. Von der Kanzel rief er zum Gebet für Juden und Häftlinge in den Konzentrationslagern auf. Im September 1941 wurde Lichtenberg verhaftet und 1942 zu zwei Jahren Gefängnis in Berlin-Tegel verurteilt, wo schwer erkrankte. Dennoch sollte er ins Konzentrationslager Dachau transportiert werden. Allerdings mußte der körperlich sehr geschwächte Lichtenberg, nur noch 33kg wiegend und dem Tod nahe, auf halbenWeg ins Krankenhaus in Hof gebracht werden. Dort starb er wenige Tage später, am 5. November 1943. 1996 wurde Bernhard Lichtenberg seliggesprochen.

Schrifttexte: Lesung: 2Makk 6,18.21.24-31; Evangelium: Joh 17,6a.11b-19