Arzneigarten

Die Erfahrung von Krankheit und der Wunsch, wieder gesund zu werden, sind so alt wie die Menschheit. Ebenso alt ist die Suche nach Mitteln, Schmerzen zu lindern und Krankheiten zu heilen. Dabei spielten Substanzen ein zentral Rolle, die dem Körper dabei helfen, aus den Mangelerscheinungen wieder in das natürliche Gleichgewicht der Organe zu finden. Diese fand man in Kräutern und Mineralien, deren Heilkräfte durch die Erfahrung im Lauf der Jahrhunderte immer besser erkannt wurden.

In den Klöstern wurde dieses Wissen in besonderer Weise gesammelt und erweitert. Bekannte Namen in dieser Tradition sind der Reichenauer Mönch und Abt Walahfrid Strabo, der um 840 in seinem "Buch über die Gartenpflege" 24 Heilpflanzen beschrieben hat, und Hildegard von Bingen (1098 - 1179), die eine tiefe Kenntnis natürlicher Wirkungsweisen besaß und als erste deutsche Ärztin bezeichnet wird.

Der Neuburger Arzneigarten dient nicht medizinischen Zwecken, sondern will dazu einladen, über Gesundheit und Krankheit im eigenen Leben nachzudenken und den Schöpfer in den Zusammenhängen seiner Schöpfung zu erahnen.

Folgenden Personen und Firmen danken wir für ihre Hilfe bei der Einrichtung des Arzneigartens:
Stefanie Kammerer (Planung und Durchführung)
Maria und Karl-Konrad Specht
Natasha Walker und Uwe Krieger
Uwe Wetzel Garten- und Landschaftsbau

Der Arzneigarten befindet sich direkt vor der Pforte der Abtei Stift Neuburg. Die Beete sind thematisch gegliedert:

– Atemwege
– Haut
– Bewegung
– Verdauung
– Herz-Kreislauf
– Nerven-Hormone