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gesund werden - heil werden |
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Was erwarten die Menschen von einem großen Propheten und Gottesmann? Was ist ihr größtes Anliegen? >>Im heutigen Evangelium aus dem ersten Markuskapitel wird eine frühe Antwort gegeben: Die Menschen haben ein tiefes Gespür dafür, dass ihr Leben angefochten und gebrochen ist. Das zeigte sich zur Zeit Jesu nicht nur in den körperlichen Gebrechen, sondern auch in den seelischen Krankheiten, die man damals sehr leicht auf den Einfluss von Dämonen zurückführte. Anliegen des Evangelisten ist es, schon zu Beginn seines Zeugnisses von Jesus zu bekräftigen, dass er es ist, der die Menschen heil macht.
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Orte des inneren Heimwehs |
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„Die Klöster sollen gleichsam Pflanzstätten zur Auferbauung des christlichen Volkes werden.“ (II. Vat. Konzil, Dekret über die Erneuerung des Ordenslebens 9)
Jedes Jahr zum ersten Advent schlage ich unserer Gemeinschaft ein Wort oder einen Satz vor, der sie durch das kommende Jahr begleiten soll. Manchmal sind es Worte aus der Bibel oder der Benediktsregel. Im vergangenen Jahr hatten wir das „tu solus – du allein“ aus dem Gloria der Messe. Dieses Jahr ist mir schon im Sommer ein Wort des Konzils über die Klöster begegnet, das uns ein guter Begleiter sein könnte. Da heißt es über die monastischen Orden, zu denen wir Benediktiner auch gehören: „Unter Wahrung ihrer jeweiligen Eigenart sollen sie die alten, dem Wohl des Nächsten dienenden Überlieferungen erneuern und sie den gegenwärtigen Bedürfnissen der Menschen so anpassen, dass ihre Klöster gleichsam Pflanzstätten zur Auferbauung des christlichen Volkes werden.“ Im lateinischen Urtext lautet die entscheidende Passage: „seminaria aedificationis populi christiani“.
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Was hat die Welt mit Gott zu tun? |
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Im Nachdenken über diese Frage spüre ich, wie schwer ich mich mit ihr tue. Immer wieder verzerrt sie sich in mir zu etwas anderem, zu der Frage: Was hat die Welt mit der Kirche zu tun? Oder noch eingeengter: Warum wendet sich die Welt immer mehr von der Kirche ab? Was machen wir falsch? So berechtigt und notwendig diese Fragen an ihrem Platz sind, will ich versuchen, mich dem gestellten Thema zuzuwenden, und wage den inzwischen dritten Anlauf.
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Was tun, um die Angst vor dem eigenen Schatten zu verlieren?
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Plädoyer für eine Renaissance einfacher Tugenden
Die Überschrift stammt aus der Berliner Rede, die Bundespräsident Horst Köhler am 24. März 2009 gehalten hat. Als einen notwenigen Schritt zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftkrise forderte er zwar: „Es braucht einen starken Staat, der dem Markt Regeln setzt und für ihre Durchsetzung sorgt.“ Der damalige Bundespräsident wusste aber genau, dass es mit dem Regulieren und Kontrollieren nicht getan ist. Was wir brauchen, ist die Wende vom isolierten Profitdenken zu einem Handeln, das regional und zunehmend auch global nachhaltig die gesamtgesellschaftlichen Interessen berücksichtigt. Dabei kann es dann nicht mehr nur um das Shareholder Value gehen, sondern um die Folgen für die Umwelt, für den Arbeitsmarkt und für die gerechte Verteilung der Güter.
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