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1130
Gründung durch die >Reichsabtei Lorsch, eines der berühmtesten Zentren benediktinischer Kultur (seit 763)
1195
Umwandlung in ein Nonnenkloster
um 1300
Neuburg wird Zisterzienserinnenkloster, Blüte klösterlichen Lebens, rege Bautätigkeit
1460
Kurfürst >Friedrich der Siegreiche veranlasst die Rückkehr des Konvents zur benediktinischen Observanz
1562
Offizielle Aufhebung des Klosters als Folge der Reformation, danach unterschiedliche Nutzung
1672
„Fürst-Gräff- und Adeliches Fräulein und Jungfern Stifft“ (daher bis heute der Name Stift Neuburg)
1706
Beginn der jesuitischen Epoche, das Kloster wird restauriert und ausgebaut
1773
Der Jesuitenorden wird vom Papst aufgehoben und seiner weltlichen Güter für verlustig erklärt
1798
Der Kurfürst verpfändet das Stift an einen Privatmann zu Gunsten der Universität Heidelberg
1804
Verkauf des Stifts mit allen Gütern an den Regierungskomissar Ludwig Hout. Der Komponist Carl Maria von Weber ist zu Gast auf Neuburg, in dessen Bibliothek er „Das Gespensterbuch“ von Apel und Lau mit der >Freischützgeschichte findet, die ihn zu seiner bekannten Oper inspiriert
1825
Das Stift geht an den Kaiserlichen Rat Johann Friedrich Heinrich Schlosser aus Frankfurt über, einen Verwandten und Freund Goethes. Neuburg wird zu einem Zentrum der Spätromantik, zu seinen Gästen zählen u.a. auch Friedrich Schlegel und Clemens Brentano
1908
Unter seinem letzten privaten Besitzer, >Alexander von Bernus, wird Stift Neuburg nochmals zum Treffpunkt von einflussreichen Intellektuellen der Zeit: Rudolf Steiner, Stefan George, Friedrich Gundolf, Wilhelm Trübner und Klaus Mann wohnen in Neuburg
Literatur: Alexander von Bernus, Wachsen am Wunder (1984)
1927
Die Benediktiner ziehen wieder in Neuburg ein

1929
Adalbert von Neipperg (1890-1948) wird 1. Abt von Neuburg Literatur: Benedikt Pahl OSB, Abt Adalbert von Neuburg und die Gründungs- und Entwicklungsgeschichte der Benediktinerabtei Neuburg (1997)
1949
Tatkräftiger Ausbau des Klosters unter Abt Dr. Albert Ohlmeyer
1960
Einweihung der renovierten und um den jetzigen Altarraum erweiterten Klosterkirche
1988
Wahl und Weihe von P. Franziskus Heereman zum 4. Abt von Neuburg
2001
Umfassende Renovierungsarbeiten (Pfortenbereich, Kapitelsaal, Aula für Veranstaltungen, Neugestaltung des Noviziats usw.)
2010
Renovierung der Klosterkirche

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