Hl. Niklaus von Flüe

Gedenktag am 25. September

Niklaus wurde im Jahr 1417 in Flüeli bei Sachseln geboren. Fünfzig Jahre lang lebte er in vorbildlicher Redlichkeit, bearbeitete als Bauer zusammen mit seiner Frau Dorothea Wyss, mit der er zehn Kinder hatte, seinen Grund, leistete seinen Soldatendienst und übte das Amt eines Ratsherrn und Richters aus. In seinem tiefsten Inneren aber träumte er von einem Leben in der Einsamkeit, fern aller weltlichen Umtriebe.
Nach zweijährigem Ringen trennte er sich schließlich von seinen Angehörigen und wurde Einsiedler. So wie er in seinem Weltleben der Allgemeinheit gedient hatte, wurde er jetzt zum Ratgeber für viele. Durch sein Eingreifen wurden die Eidgenossen am 22. Dezember 1481 auf der Tagsatzung in Stans vor einer dauernden Spaltung bewahrt.

Er war einer der letzten Mystiker des Spätmittelalters. 19 Jahre lang soll er ohne Speis und Trank gelebt haben, mit der täglichen Eucharistie als seiner einzigen Nahrung. Er starb am 21. März 1487; seine Gebeine ruhen in der Pfarrkirche zu Sachseln. Am 15.5.1947 wurde Bruder Klaus heiliggesprochen. Er ist Patron der Schweiz.

Schrifttexte: Lesung Röm 14,17-19; Evangelium Mt 19,27-29