Hl. Martin

Martin (316- 397) in Steinamanger in Ungarn geboren, trat mit 15 Jahren in die römische Armee ein. In diese Zeit fällt die Szene, die Martin so berühmt gemacht hat: Er teilte am Stadttor von Amiens seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler. Danach erschien ihm in einem Traum Christus mit dem geteilten Mantel. Mit 18 Jahren ließ er sich taufen und wurde Schüler des Bischofs Hilarius von Poitiers. Er ging zurück in seine Heimat, um zu missionieren, stieß aber auf viele Widerstände. Im Jahr 360 war er wieder in Poitiers, gründete 361 eine Zelle in Ligugé, das man als das erste Kloster Galliens bezeichnen kann, schließlich wurde er 371 vom Volk von Tours zu ihrem Bischof ausgerufen.

Martin wurde zum Patron des fränkischen Königshauses, und seine Verehrung breitete sich in Liturgie und Volksfrömmigkeit schnell aus. Er ist der erste Nicht-Märtyrer, der in der römischen Liturgie als Heiliger verehrt wurde und ist unter anderem Patron der Diözesen von Eisenstadt, Mainz, Rottenburg-Stuttgart und Hildesheim.

Schrifttexte: Lesung: Jes 61,1-3a; Evangelium: Mt 25,31-40

Auch wenn er las oder sonst mit einer Arbeit beschäftigt war, ließ sein Geist doch nie vom Gebet ab. Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer auf den Amboss fallen lässt, so betete Martin ohne Unterbrechung, auch wenn er anscheinend etwas anderes tat. Lebensbeschreibung Martins von Sulpicius Severus

Allmächtiger Gott, der heilige Bischof Martin hat dich in seinem Leben und in seinem Sterben verherrlicht. Laß auch in uns die Macht deiner Gnade wirksam sein, damit weder Tod noch Leben uns von deiner Liebe trennen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.