Hl. Karl Borromäus

Gedenktag am 4. November

Karl Borromäus, 1538-1584, Sohn einer vermögenden Adelsfamilie, nutzte später als Erzbischof seine Beziehungen, um der religiösen Erneuerung gegen alle Widerstände zum Durchbruch zu verhelfen. Schon mit zwölf Jahren wurde er Kleriker, mit 16 Jahren begann er Jurisprudenz zu studieren. Wenige Wochen nach seiner Promotion wurde sein Onkel als Pius IV. Papst und erhob seinen Neffen zum Kardinal und Päpstlichen Geheimsekretär. Als solcher hatte Karl die Korrespondenz mit dem Trienter Konzil zu führen. Nach dem einschneidenden Erlebnis des Todes seines Bruders begann er, ein streng asketisches Leben zu führen. Er wurde 1563 zum Priester geweiht und Erzbischof von Mailand. Den Papst bestärkte er in allen Reformbewegungen der Kirche. In seiner Diözese hielt er mehrere Synoden ab, um die Reformbeschlüsse des Konzils von Trient durchführen zu können. Wichtig war ihm vor allem die Priesterausbildung und allgemein die Erneuerung kirchlicher Ausbildungsinstitute. Als im Sommer 1576 die Pest ausbrach und die meisten Menschen flohen, organisierte er Hilfsmaßnahmen aus eigenen Mitteln. Völlig entkräftet starb er mit 46 Jahren.

Schrifttexte: Lesung: Röm 12,3-13; Evangelium: Joh 10,11-16

Mach, dass du vor allem durch Leben und Tat predigst; man soll nicht sehen müssen, dass du anderes sprichst, als du tust, und man darum über deine spotten und den Kopf schütteln wird. (Karl Barromäus)

Herr und Gott, erhalte in deiner Kirche den Geist, von dem der heilige Karl Borromäus erfüllt war, und gib ihr die Bereitschaft, sich ständig zu erneuern. Gestalte sie nach dem Bild deines Sohnes Jesus Christus, damit die Welt ihn erkennen kann, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.