Hl. Johannes Chrysostomus

Gedenktag 13. September
Johannes ist einer der vier großen griechischen Kirchenväter neben Basilius dem Großen, Gregor von Nazianz und Gregor von Nyssa. Seinen Beinamen, der auf deutsch "Goldmund" bedeutet, verdankt er seinem überragendem Predigttalent.

Geboren wurde er um 350 in Antiochien (Syrien). Nach ausgiebigen Studien empfing er als 19jähriger 369 die Taufe. Er führte ein asketisches klösterliches Leben und gehörte einer Eremitenkolonie in der Nähe seiner Heimatstadt an.

Nach dem Tod des Patriarchen Nektarios wurde er 398 zum Patriarchen von Konstantinopel berufen. Er ließ zahlreiche Hospize und Spitäler erbauen, bekam aber bald durch Intrigen des Hofes Schwierigkeiten. Vor allem Kaiserin Eudoxia steckte hinter diesen Umtrieben, die dazu führten, daß Johannes abgesetzt und nach Kleinasien in die Verbannung geschickt wurde. Ein Rückkehrversuch wurde mit erneuter Verbannung nach Kukusus an der armenischen Grenze beantwortet. Von dort verschleppte man ihn nach Pithyus am Schwarzen Meer, das er jedoch nicht mehr erreichen sollte, denn er starb auf dem Weg dorthin, in Komana, am 14. September 407.

Er wurde in der Apostelkirche in Konstantinopel beigesetzt, von wo seine Gebeine 1204 nach Rom in den St. Petersdom überführt wurden.

Schrifttexte: Lesung Eph 4,1-7.11-13; Evangelium Mk 4,1-10.13-20