Hl. Hildegard von Bingen

Gedenktag 17. September

Hildegard, 1098 in Bermersheim bei Alzey als Tochter des Herren von Bermersheim geboren, kam mit neun Jahren in ein Nonnenkloster bei Kreuznach und trat 1136 die Nachfolge der Äbtissin an. Später gründete sie selbst zwei Klöster, bei Rüdesheim und bei Bingen.

Von Kindheit an hatte Hildegard Visionen, nicht in Form ekstatischer Verzücktheit, sondern als wachende Schau. In diesem Zustand erfuhr sie auch die Weisung, ihre Visionen niederzuschreiben. So verstand sie ihre zahlreichen Schriften als Offenbarung. Unter ihnen finden sich theologisch-philosophische und naturkundlich-medizinische Werke. Sie festigte ihren Ruf als Ratgeberin von Päpsten, Königen, Priestern und Mönchen. Hildegard starb am 17. September 1179 auf dem Rupertsberg bei Bingen.

Hildegards Werk ist symbolgeprägt und mystisch. Ihr Leitmotiv ist es, Gott zu erkennen. Wer sich von ihm erfassen läßt, zerbricht nicht, sondern die Liebe Gottes gestaltet ihn.

Schrifttexte: Lesung Weish 8,1-6; Evangelium Mt 25,1-13