Hl. Gregor der Große

Gedenktag am 3. September

Gregor gehört zusammen mit Augustinus, Ambrosius, und Hieronymus zu "den vier großen lateinischen Kirchenvätern". Er wurde um 540 in Rom geboren und stammte aus senatorischem Adel. 572-573 war er Stadtpräfekt von Rom und wandelte nach dem Tod seines Vaters den elterlichen Palast in ein Benediktinerkloster (Andreaskloster) um, in welches er sich 575 mit zwölf Gefährten zurückzog. Gregor ging dann als päpstlicher Gesandter nach Konstantinopel und wurde am 3. September 590 zum Papst gewählt.

Er gilt als genialster und einflußreichster Papst des 1. Jahrtausends. Ihm gelang die Christianisierung der Angelsachsen; den westgotischen König Rekkared brachte er vom Arianismus ab und mit den Langobarden, die Rom belagerten, schloß er ein Friedensabkommen. Er erreichte sogar, daß der gesamte Stamm schließlich den katholischen Glauben annahm. Durch seine kirchenpolitischen Erfolge stärkte er die päpstliche Vormachtstellung. Er leistete auch in seelsorgerischer und sozialer Hinsicht Bedeutendes, setzte sich etwa für die sozialen Rechte der Juden ein, regelte die römische Liturgie, den Meßkanon und den liturgischen Gesang ("Gregorianischer Choral"). Sein literarisches Werk ist ausgezeichnet durch Menschenkenntnis und abgeklärte Lebensweisheit. Kaum ein anderer christlicher Autor wurde im Mittelalter so oft gelesen wie Gregor.
Gregor verstarb am 12. März 604.

"Es herrsche Liebe, aber keine Schlaffheit; es herrsche Kraft, aber keine Härte!"

Schrifttexte: Lesung 2 Kor 4,1-2.5-7; Evangelium Lk 22,24-30