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Geschichte und Geschichten

Die Geschichte der Abtei Stift Neuburg spiegelt die Geschichte der Stadt Heidelberg wider.

Von der großen Benediktiner-Abtei der Karolingerzeit Lorsch als Benediktinerkloster um 1130 gegründet, gab es hier am Ort um 1165 schon keine Mönche mehr. 1195 wurde Neuburg ein Frauenkloster, um 1303 wurden die Nonnen erstmals Zisterzienserinnen genannt, 1460 war Neuburg wieder ein Benediktinerinnen-Kloster der Bursfelder Reformkongregation.

Während der Reformationszeit dauerte er einige Jahrzehnte, bis sich die neue Konfession durchsetzte. 1572 gab es das Kloster nicht mehr. Vom Kurfürsten wurde es als Landhaus genutzt.

1629 wurde Neuburg der katholischen Kirche zurückgegeben und dem Jesuitenorden überlassen, 1648 der reformierten Kirche zugeschlagen, 1672 wurde es ein adliges Fräuleinstift. Daher kommt die Bezeichnung "Stift" bis heute.

1706 gelangte es wieder in den Besitz der Jesuiten, die es als Landgut und zur Erholung nutzten.

Als 1773 Rom den Jesuitenorden aufhob, wurde 1779 das Stift privatisiert und verkauft. Nach dreimaligen Besitzerwechsel kaufte es der Frankfurter Kaiserliche Rat Schlosser; in dessen Familie es bis 1926 blieb. Von Alexander von Bernus erwarb die Erz-Abtei Beuron den Besitz. Im selben Jahr begann hier wieder das monastische Leben, zwei Jahre später wurde das Kloster zur Abtei erhoben.

Heute leben 11 Mönche unter der Leitung von Abt Winfried Schwab in Neuburg.